Mittwoch, 6. Januar 2010

Unterwegs

So! Den letzen Eintrag hatte ich eigentlich zu spät eingestellt. Wir sind am Sonntag schon losgefahren. Hatte nur dann am Montag erst Internet :)

Sind bis Coromandel Town gefahren und haben dort dann im Auto übernachtet. Am nächsten Tag war es leider den ganzen Tag bewölkt und wir sind auf Coromandel etwas rumgefahren. Am Ende des Tages waren wir am Hot Water Beach und haben dann auch dort wieder im Auto gepennt. Sehr gemütlich... wir haben einen kleinen Toyota Jaris. Wir machen´s uns halt immer auf den Vordersitzen bequem :)

Gestern sind wir dann zur Cathedral Cove. Ich lass einfach Bilder sprechen...





Nach ein paar Stunden an dem echt SAUSCHÖNEN Strand sind wir weiter nach Tauranga, um endlich mal wieder in einem echten Bett zu schlafen. Hier sind wir auch wieder auf Maxi getroffen, der hier nach Arbeit Aussschau hält. Da unser Hostel eigentlich voll war, sind wir in der Villa nebenan untergebracht worden. War auch mal wieder geil :) Allerdings war mein Bett echt Mist, da der Lattenrost kaputt war. Aber naja, that´s life.

links ist das eigentliche Hostel, rechts unsere Villa :)

Heute gehts weiter Richtung Osten. Mal gucken wie weit wir kommen, ich nehme an, dass unsere Unterkunft heute wieder unsere kleine Gurke ist :)

So denn, macht es gut!
(Ich weiß nicht, wann ich mich wieder melde.)

Montag, 4. Januar 2010

on the road again!


Sooo... und nochmal ein frohes Neues an Alle!

Mittlerweile ist Sonja (für alle die sie nicht kennen: Freundin aus Deutschland) hier angekommen. Direkt an Silvester. Zum Glück ist sie aber schon am Nachmittag gelandet und konnte demnach noch etwas schlafen vor dem Rutsch ins neue Jahr. Gefeiert haben wir im Hostel. Mit BBQ und allem was zu so ner Sommerparty halt dazugehört :) Um zwölf Uhr sind wir auf den Mount Eden rauf, der gleich bei uns in der Nähe ist und haben uns das Feuerwerk, das vom Sky Tower abgefeuert wird, angeschaut. Es hatte den Anschein, dass halb Auckland da oben war, weil echt alles voller Leute war.

Heute geht’s wieder weiter. Ich hab für die 3 Wochen, die Sonja hier verbringt, ein Auto gemietet. Das können wir heute um 15 Uhr abholen und dann geht’s erstmal Richtung Coromandel. Ohje, das kann was werden. Das erste mal seit 2 Monaten wieder Auto fahren und dann auch noch mit Linksverkehr und seltsamen Vorfahrtsregeln...

Ok, so weit so gut, ich meld mich wieder. Hoffentlich unfallfrei :)

Machts gut ihr Lieben!

Montag, 28. Dezember 2009

Between the years

Heyho!

So, ich hoffe, ihr habt Weihnachten gut verbracht! (Vielen Dank für die ganzen Grüße und Glückwünsche!!!)

An Heilig Abend gab es hier mexikanisches Essen. Das war echt super. Wir haben hier drei aus Mexiko im Hostel und die haben ein Festdinner gezaubert. Total schön, mit dekoriertem Tisch und so. Und diese lustigen Cracker, die sie in England immer haben. Die beim Aufmachen knallen und dann ist irgendwas tolles drin. Wir hatten zwar alle die gleichen grüne Folienkronen und nur begrenzt unterschiedliche Witze drin, aber war okay :) Gefeiert wurde dann natürlich auch noch ein bisschen und da mein Geburtstag verpetzt wurde, bekam ich um 0:00 Uhr ein Ständchen von allen gesungen :) Aber ich hab mich total drüber gefreut.

Ganz so schlimm war es dann aber schließlich doch nicht hier mit Party machen. Die letzten Tage hab ich eigentlich nicht allzu viel gemacht. War mal mit Maxi am Strand hier in Auckland. Wofür uns wieder alle für verrückt erklärt haben, da wir hingelaufen sind. Da läuft man halt 2 1/2 Stunden hin. Aber man hat ja auch Zeit hier.

Tja, ich merk grad, mehr hab ich wirklich nicht zu erzählen im Moment...

Meld mich wieder, wenn sich das ändert :)

Draußen Uno spielen, im Garten sonnen... mein Geburtstag 2009 :)

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Coming home for christmas :)

Sind gestern wieder in Auckland angekommen. In dem Hostel, in dem wir am Anfang beide schon waren. Hier kennt man halt schon ein paar Leute und es war der erste Ort, den man in NZ gesehen hat. Und deswegen fühlt es sich an wie coming home :)

Am Sonntag sind wir von Kaitaia nach Orewa gefahren. Das war eine kleine Stadt direkt am Strand. War sehr schön. Am Samstag sind wir ein wenig rumgelaufen. Durch einen kleinen Wald, in dem Wege angelegt waren und den restlichen Tag haben wir am Strand verbracht. Ach, was ich ja ganz vergessen hab zu erwähnen: Ich hab Orkas gesehen :) In Ahipara am Strand waren eine ganze Weile 2 zu sehen. Immer wieder halt. Total cool, hab solche Tiere noch nie in freier Wildbahn gesehen!

Ja und wie gesagt, seit gestern wieder hier im großen Auckland. Die Weihnachtsstimmung (Ironie an) ist kaum aufzuhalten (Ironie aus) trotz dem schön geschmückten Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Mal sehen was das wird, morgen gibts hier ein Xmas Dinner und ich denke ansonsten wirds einfach eine 2-3 Tage lange Party :)

Ich wünsch Euch auf jeden Fall allen ein schönes Weihnachtsfest, entspannende Feiertage und dann einen guten Rutsch!

Samstag, 19. Dezember 2009

Cape Reigna

Gestern waren wir am nördlichsten Punkt von Neuseeland. Genauer gesagt am „Cape Reigna“ und wenn mans ganz genau nimmt, gibt es noch einen Punkt, der noch nördlicher ist aber da kann man nicht ohne weiteres hin. Und viel weiter ist der auch nicht.

Wie auch immer. Wir haben jedenfalls eine Bustour dorthin gebucht. Um 9 Uhr hat uns der Bus am Hostel abgeholt. Insgesamt waren wir so ca. 30 Leute. Zuerst ging es nochmal zu dem Kauri-Souvenir-Shop in Awanui. Konnte die Treppe also ein zweites Mal bewundern :)

Dann ging es über den Highway rauf in den Norden. Wir machten noch eine Zwischenstation bei einem Gumdigger-Park. Auf deutsch so viel wie Gummigräber :) Damals sind zum Großteil Europäer hergekommen um nach dem Hartz von den Kauris zu graben. Das sogenannte „Gum“. Es war sehr wertvoll, wenn ich es richtig verstanden habe, sogar wertvoller als Gold. Von der Farbe her erinnert es mich an Bernstein. Die Gräber haben auf jeden Fall in Hütten aus Holz und Säcken gewohnt und das Leben und die Arbeit war sehr hart. Sie lebten hier und hatten Familien in Europa, was sie oft allerdings nicht davon abhielt, Maorifrauen zu heiraten. In dem Park sind noch sehr viele Löcher und Tunnel aus dieser Zeit vorhanden. Und auch altes Werkzeug und so weiter. Was man hier auch „bewundern“ kann (man sieht halt nur nicht allzuviel), sind die Überreste oder mehr Wurzeln eines extrem alten Kauris. Forscher schätzen das Alter auf zwischen 100.000 und 150.000 Jahre. Das wahrscheinlich älteste, nicht versteinerte Holz, das jemals auf der Erde gefunden wurde. Der Baum wurde durch eine Naturgewalt zerstört, als er etwa 2000 Jahre alt war. Nur keiner weiß, wovon genau.

Danach ging die Fahrt weiter. Unser Busfahrer war sehr lustig, erzählte die ganze Zeit Unsinn und sang uns Maorilieder vor. Bevor direkt zum Cape fuhren, machen wir kurz vorher Mittagspause in einer kleinen Bucht. Es gab Sandwiches und Muffins, die im Preis inbegriffen waren. Die Bucht war der Hammer. Will ich euch natürlich nicht vorenthalten...





Leider hatten wir für das Cape an sich dann nur eine dreiviertel Stunde Zeit. Man muss vom Parkplatz auch noch mal ca. 10 Minuten laufen, bis man am berühmten Leuchtturm ankommt. Das war sehr schade, denn es gab dort sehr viele kleine Wanderwege, denen wir nur zu gern gefolgt wären. Beim Leuchtturm kann man die Ozeane (Tasmanisches Meer und Pazifischer Ozean) zusammentreffen sehen. Naja, oder auch nicht. Ist ja auch nur jede Menge Wasser. Die Wege sind sehr schön angelegt und man kann sogar einen Baum/Strauch pflanzen wenn man 20 Dollar übrig hat.


Auf unserem Rückweg machten wir noch an einen der vielen Sanddünen zum Sandboarden halt. Ist sehr witzig mit einem Bob da den Sandberg runterzurutschen. Allerdings ist das rauflaufen halt extrem beschwerlich und so wirklich schnell wird man auf dem Sand auch nicht. Naja, wir sind halt verwöhnt vom Schnee :) War lustig, nur hatte man danach halt mal wieder alles voll Sand. Von dort aus sind wir auch direkt zum 90-Mile-Beach gefahren. Heißt, man fährt direkt am Stand auf dem Sand entlang und das so ca. eine dreiviertel Stunde oder sogar etwas länger. Ist schon hammer. Rechts ewig blaues Wasser und links Sanddünen/Gras/Bäume und das alles soweit das Auge reicht.

Tja, das wars auch schon wieder von unserem gestrigen Tag. Heute haben wir uns erstmal ausschlafen gegönnt und morgen geht’s dann in aller Früh weiter bzw. zurück nach Orewa. Und jetzt genießen wir wohl erstmal ein bisschen den Sonnenschein :)

Bye bye

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Fränkisch-oberpfälzische Ausdauer

Gestern kam Maxi dann am Nachmittag an. Hab mich total gefreut. Ist richtig cool jemanden aus der Heimat zu sehen. Jemand Vertrautes in der Fremde :)

Heute waren wir dann gleich mal richtig fleissig. Sind nach Ahipara gelaufen, das ca. 15 Kilometer von hier weg ist. Leider halt immer am Highway entlang, aber ist hier nunmal so. Nach 3 Stunden waren wir da. Der Strand ist so hammer. Weißer Sandstrand... blaues/türkises Wasser... nur leider war das Wetter etwas ungünstig. Die Sonne hat zwar geschienen, war aber immer wieder von Wolken verdeckt. Aber was noch nerviger war, war der Wind. Der war wirklich total kalt. Vor allem wenn halt auch noch grad die Sonne weg war. Im Meer waren wir auch. Aber ich bin nicht ganz rein, muss ich gestehen. Vor allem aber auch, weil es da so flach reingeht. Man braucht ewig, bis man mal in einer Tiefe ist, wo man schwimmen kann. Und das Wasser war halt auch nicht gerade warm :) Sind dafür aber noch etwas in der Sonne rumgelegen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Zurück wollten wir nicht laufen. Haben es also wieder mit trampen versucht. Zuerst hat uns ein Mann mitgenommen, aber nur für ca. 4 km. Aber nach ein paar Minuten ist schon der nächste angehalten. Er hatte uns vorher schon gesehen hatte, als er in von der Gegenrichtung mit dem LKW fuhr. Also total nett wieder alle.

Morgen werden wir dann mit dem Bus zum Cape Reigna fahren. Mal sehen was das wird, hoffe das Wetter wird gut. Naja, Bericht folgt :)

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Welcome to Kaitaia

Hello!!

Puh. Da bin ich wieder, in der Zivilisation. :) Jetzt kann ich euch endlich erzählen, wie meine Reise weiterging.

Am Sonntag bin ich, wie gesagt, mit dem Bus nach Manganui gefahren. Das ist ein kleines Dörfchen direkt an der Küste. Sehr schön und malerisch. Um halb drei kam ich dort an. Gut, nun stand ich da. Das erste Mal seit ich in NZ angekommen bin, hatte ich weder ein Hostel gebucht, noch einen Plan, wo eins sein könnte. Ich wusste von Andy, dass es in Manganui ein Visitor Centre gibt, also bin ich da hingelaufen. Leider war Sonntag und das Centre hatte geschlossen. Da hatte ich gar nicht mehr mit gerechnet, da in den Städten der Sonntag praktisch nicht exestiert. Also auf die Geschäfte bezogen. 7-Tage-Woche. Echt krass.

Ok, zurück zum Thema. Da normalerweise die Hostels immer ausgeschildert sind, bin ich einfach mal losgelaufen. Was gar nicht so unbeschwerlich war, da man ja erstens seinen ganzen Kram schleppen muss und zweitens war es da sehr hügelig. Nachdem ich dann einen mächtigen Hügel erkommen hatte (währendessen mir ein paar Maorikinder Löcher in den Bauch gefragt haben: Wo kommst du her? Was machst du jetzt? Warum machst du das? Läufst du quer durch Neuseeland? Etc...), fragte ich einen Frau, die gerade in ihrer Einfahrt rumwerkelte, ob sie wisse, wo das nächste Backpacker-Hostel sei. Sie erklärte mir, dass es in Taipa ganz viele gebe. (Entfernung: ca 7 km)

Also bin ich weitergewandert. Leider muss man halt immer am Highway entlang laufen, aber wenn man aufpasst geht das schon. Nach einer viertel Stunde merkte ich, dass ich leider versäumt hatte, mir etwas zu trinken zu kaufen. Hatte noch einen kläglichen Rest in meiner Flasche und den musste ich mir gut einteilen, da ich nicht wusste, wann ich den nächsten Supermarkt finde. Der Highway führt hier eine zeitlang direkt an der Küste entlang und das war einfach superschön. Das hat die Anstrengung ein wenig entschädigt. In Coopers Beach fand ich zum Glück einen Laden, wo ich mir etwas zu trinken kaufen konnte. Während ich lief, versuchte ich zwischendrin immer mal wieder, ob mich nicht jemand mitnehmen möchte. Wollte keiner, aber das hatte mich nicht sonderlich gestört, da es ja nicht unmöglich war, bis Taipa zu laufen. In Cable Bay (Bild links) wär ich am liebsten angehalten und hätte mich an den Strand gesetzt. Superschön!

Schließlich und endlich erreichte ich Taipa. Nach ewig vielen Hügeln wohlgemerkt. Frohen Mutes hielt ich also Ausschau nach Backpackern. Aber nichts wars. Das einzige was es gab, waren Motels. Die ich schon auf meinem ganzen Weg passiert hatte. Nachdem ich Taipa durchquert hatte, bin ich dann doch etwas verzweilfelt trotzdem mal in ein Motel maschiert. Wollte einfach mal fragen, was es denn kosten würde. Die Dame schaute etwas mitleidig und sagte etwas mit „one hundred and... „ ab da hatte ich schon nicht mehr zugehört. Das war definitiv zu viel! Sie erklärte mir, dass es in Taipa kein einziges Backpacker gäbe und dass sich die nächsten auf der Halbinsel der Doutbless Bay befinden. Eine halbe Stunde mit dem Auto...

Aber ich hatte keine andere Wahl. Hab vorsorglich in dem Hostel angerufen, ob die überhaupt Platz haben und hab mich wieder auf den Weg gemacht. Diesmal musste ich trampen. Inzwischen war es schon 18 Uhr und im Dunkeln wollte ich nicht unbedingt auf dem Highway herumlaufen. Also wieder Daumen raus und zwischendrin immer weitergelaufen. Nachdem so ca. 15 Autos an mir vorbeigefahren sind ohne irgendwelche Anstalten zu machen, mich mitzunehmen, freundete ich mich schon mit dem Gedanken an, im Freien zu übernachten. Aber auch das gestaltet sich nicht gerade einfach in NZ, denn hier sind überall Zäune! Es gibt auch keine Feldwege zwischen den Feldern oder so. Wie auch immer. Als ich also so grübelte, wo ich am besten die Nacht verbringen könnte, streckte ich immer wieder - mehr oder weniger hoffnungslos - die Hand raus, sobald ich ein Auto hinter mir hörte. Als ich dann über eine der zahlreichen Hügelkuppen kam, stand in ein paar Metern Entfernung doch tatsächlich ein Auto am Straßenrand. Mit Rückfahrleuchten an und wartete. Konnte es zuerst gar nicht glauben. Als ich näher kam, saß ein alter Mann darin. Ein echter Kiwi :) Ich verstand ihn am Anfang fast nicht. Er fragte mich, wohin ich wolle und meinte, ich solle einsteigen, er kann mich ein Stück mitnehmen. Um auf die Halbinsel zu kommen, muss man aber vom Highway abbiegen. Bei der Abzweigung meinte er dann, ich könne auch mit zu ihm kommen. Er hat drei freie Betten, ich könnte bleiben so lang ich will und muss nichts zahlen. Er zeigte mir auf der Karte, wo er ungefähr wohnt („It´s just me and my cat.“). Da mein Hostel von dieser genannten Abzweigung noch 15 km entfernt war, ich bekanntlich keine guten Erfahrungen mit trampen gemacht hatte und sowieso schon ewig auf den Beinen war, sagte ich zu. Im Normalfall hätte ich das wohl nicht gemacht und wahrscheinlich erklären mich jetzt einige von Euch für verrückt und machen sich nachträglich noch Sorgen, aber der Mann war so nett und ich war sooo fertig! Ein paar Minuten später waren wir dann daheim. Achja, sein Name war übrigens Terry (Terence) und er entpuppte sich als ein wirklicher Schatz! Das Haus allerdings... sagen wir mal so... hatte schon bessere Zeiten gesehen :) Aber ich hatte mein eigenes Zimmer mit großem Bett und seine Katze (bzw. Kater – Bobby) war sooo süß! Er war noch total jung und wollte die ganze Zeit kämpfen. Terry hat dann gleich was zu essen gemacht und ich konnte mein Glück gar nicht fassen, als ich dann schließlich in einem weichen Bett lag und nicht irgendwo im Wald oder sonstwo.

Am Montag ist Terry schon in der Früh um 7 zur Arbeit. Hatte mir aber eine Karte von Neuseeland auf den Tisch gelegt und dazugeschrieben, wo er ist, und dass er am Abend wiederkommt. Also mal ehrlich... ich würde das nicht machen. Eine wildfremde Person in mein Haus lassen und diese dann auch noch alleine lassen. Ich mein, ich hätte sonstwas anstellen können. Ich hätte auch locker sein Auto schnappen können, der Schlüssel dazu lag offen rum. Aber da ich anständig bin, hab ich das natürlich nicht gemacht. Stattdessen wollte ich mich erstmal revangieren und hab dafür seine Fenster und den Kühlschrank geputzt :) Dann bin ich raus und hab mir Awanui angeschaut. Ein ewig kleines Dörfchen, aber es gab ein paar Läden und unter anderem ein Kauri-Souvenir-Shop. Dort gab es unter anderem Möbel aus 45.000 Jahre alten Karuis (die aus dem Boden ausgegraben werden, also es werden keine Bäume dafür gefällt.) geschnitzt und als Highlight, eine Wendeltreppe. In einen Kauristamm geschnitzt.(Zu sehen auf dem Bild rechts) Total krass einfach..

Am Abend bin ich dann mit Terry nach Kaitaia gefahren, wo er was erledigen musste und danach nach Coopers Beach, wo er etwas mit einem Zahnarzt klären musste, für den er etwas gearbeitet hatte. Währendessen hab ich mich mit der Zahnärztin unterhalten, die noch total jung war und mindestens genauso nett. Irgendwie sind die Kiwis alle nett hab ich das Gefühl. Sie war sogar auch schon in Deutschland, aber nur in Hamburg. Nachdem das erledigt war, meinte Terry, jetzt könnten wir noch ein Bierchen trinken gehen. Sind nach Taipa in seine Stammkneipe und da waren schon wieder lauter nette Kiwis. Erstmal wurde ich natürlich total verwundert angeguckt, da das alles Freunde von Terry waren und logischerweise überrascht, ihn in Begleitung eines jungen Mädels zu sehen :) Der Wirt hat mir aber gleich begeistert erzählt, dass er auch schon in Deutschland war und ist sofort losgelaufen, um seine Fotoalben zu holen. Der Abend war echt total cool. Die waren alle hammernett, ich hab was zu Essen bekommen (warum hab ich nicht genau verstanden, aber das war ein Buffet für alle. Kneipe war mittlerweile geschlossen für normale Kunden.) und fürs Bier hab ich irgendwie auch nichts gezahlt. Sehr seltsam :) Am Ende haben mir alle noch viel Glück gewünscht und ich solle doch unbedingt nochmal vorbeigucken, bevor ich wieder heimfahr.

Gestern hab ich den ganzen Tag gechillt, Buch gelesen, ferngeschaut und so Sachen. Am Abend hat Terry mich rumgefahren. Nach Ahipara und nach Waipapakauri und hat mir halt alles so ein bisschen gezeigt. Das war echt so hammernett von ihm! Ich sag ja, ein Schatz :) Abends hat er wieder gekocht, und diesmal konnt ich ihn überzeugen, dass ich doch wenigstens den Abwasch machen möchte um auch ein bisschen was für ihn zu tun :) Da ich ja heute wieder weiter wollte, hat er mir noch gezeigt, wo ich den Hausschlüssel verstecken soll und dass der immer da ist, falls ich irgendwann nochmal wieder kommen will und er nicht da ist.

Tja und heute hab ich mich dann trotzdem nach Kaitaia aufgemacht. Das waren 8 Kilometer, die ich auch wieder komplett gelaufen bin. Es wär auch ein Bus gefahren, aber das wollte ich gar nicht. Diesmal ist auch eine Frau angehalten und hat gefragt, ob sie mich mitnehmen kann. Und als ich auf halbem Weg eine Pause machte (in der Nähe einer Hofeinfahrt) hat mich der Besitzer, der grad heimkam, gleich gefragt ob ich auf eine Tasse Tee reinkommen möchte. Hab aber diesmal dankend abgelehnt. Möchte mein Glück schließlich nicht überstrapazieren. Ja und nun bin ich in Kaitaia, endlich wieder online und hatte aber schon wieder das Glück, dass ich ein 5er Zimmer für den billigereren Preis bekam, da das 10er Zimmer voll ist. Und ich hab sogar ein fettes Doppelbett abgestaubt *lach* Und wenn alles klappt wies soll, werde ich hier Maxi treffen (Kumpel aus Deutschland, der auch grad in NZ ist).

So, das war jetzt mal wieder ein langer Eintrag. Deswegen hör ich jetzt erstmal wieder auf, sonst bin ich noch Schuld, wenn ihr nicht mehr vom PC wegkommt :)

Sodenn, macht es gut, genießt die Vorweihnachtszeit und bis bald!


PS: Mir sind einige Rechtsschreibfehler in meinen alten Posts aufgefallen. Ups! Ich bitte, darüber hinwegzusehen, da ich das hier meistens in Eile schreib ;)