Der Milford Sound war zwar schön, aber auch extrem nass. Es hat den ganzen Tag geregnet, was zwar ganz viele kleine schöne Wasserfälle zur Folge hatte, die normalerweise nicht da sind. Aber eben auch Nebel und somit schlechte Sicht. Habe eine Bootstour den Milford Sound entlang gemacht. War trotzdem cool, aber halt auch irgendwie schade. Allerdings ist das in der Region normal. Haben so ziemlich den meisten Niederschlag in ganz Neuseeland. An dem Tag als ich da war, hat es 50 mm geregnet.
Ab Dienstag war ich dann wieder in Queenstown. Caroline (die Französin, die ich vor 5 Monaten in Auckland kennengelernt hab) wohnt jetzt da und bei ihr konnt ich etwas bleiben. Die Stadt ist der Hammer. Sehr touristisch und der absolute Gegensatz zum ruhigen Motueka, was aber echt auch mal wieder gut getan hat. Es gibt total viele Bars und Clubs, wo man sein Geld loswerden und die Nacht zum Tag machen kann. Da Caro von mittags mit 0 Uhr gearbeitet hat, hatte ich in der Zeit ihr Auto und konnte somit etwas herumfahren. Das war auch nicht schlecht :) Ja, was soll ich sagen, eigentlich waren wir nur am weggehen hier. Ist einfach der perfekte Ort dafür :) Bin aber auch etwas herumgelaufen und auf den Berg rauf und so. Am Samstag bin ich mit ein paar Freunden von Caro nach Arrowtown zu einem Autofestival. Da war eine Parade mit Oldtimern und so. Sehr schön und die Stadt an sich erinnert fast an eine alte Westernstadt. Echt cool.
Am Sonntag wollte ich dann nach Dunedin Und weil Caro da sowieso mal hinwollte, hat sie mich doch gleich mal hingefahren. Sind ja nur 4 Stunden Fahrt... Dort festgestellt, dass Dunedin im Gegensatz zu Queenstown ein totales Schlafzimmer ist. Am Montag ist Caro dann wieder heim und ich habe noch ein wenig im Schlafzimmer rumgegammelt :)
Dienstag gings dann nach Oamaru. Eine superschöne kleine Stadt mit sehr vielen alten Kalksteingebäuden. War damals eine sehr reiche Handelsstadt. Und das sieht man an den Häusern. In Oamaru kann man aber auch Pinguine beobachten. Das tut man, indem man zum Visitor Centre geht, 22 Dollar Eintritt zahlt und dann bei Sonnenuntergang zuguckt, wie sie alle heimkommen. Anita hat keine 22 Dollar Eintritt gezahlt und kam dadurch in den Genuss, die kleinen Tölpel (circa 30-40 cm groß) eine Stunde lang hautnah um sich herum zu haben :) Die laufen ja im Grunde da überall rum und ich hab mich einfach an der richtigen Stelle hingesetzt und gewartet. Die sind dann ziemlich bald aus ihrem Bau rausgekommen (den ich zuerst gar nicht als solches erkannt hab) und haben sich vor mir gestritten oder einfach nur rumgeguckt. Einer ist so nah an mir vorbeigewatschelt, er hätte beinahe meinen Schuh gestriffen. Offensichtlich ist ihm das dann auch aufgefallen, da er plötzlich richtig hastig das Weite gesucht hat :) War aber echt ein krasses Erlebnis.
Tja und heute habe ich meine letzte Busfahrt hinter mich gebracht. Bin jetzt in Christchurch, von wo aus ich am Dienstag dann wieder in die Heimat fliegen werde. Also hoffen wirs mal. Drückt mir die Daumen, so zwecks wegen Luftraumsperrung und so. Im Moment fliegen sie ja und ich hoff, dass das auch so bleibt und die Nachwirkungen nächste Woche nicht mehr allzu groß zu spüren sind.
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