Wie auch immer. Wir haben jedenfalls eine Bustour dorthin gebucht. Um 9 Uhr hat uns der Bus am Hostel abgeholt. Insgesamt waren wir so ca. 30 Leute. Zuerst ging es nochmal zu dem Kauri-Souvenir-Shop in Awanui. Konnte die Treppe also ein zweites Mal bewundern :)
Dann ging es über den Highway rauf in den Norden. Wir machten noch eine Zwischenstation bei einem Gumdigger-Park. Auf deutsch so viel wie Gummigräber :) Damals sind zum Großteil Europäer hergekommen um nach dem Hartz von den Kauris zu graben. Das sogenannte „Gum“. Es war sehr wertvoll, wenn ich es richtig verstanden habe, sogar wertvoller als Gold. Von der Farbe her erinnert es mich an Bernstein. Die Gräber haben auf jeden Fall in Hütten aus Holz und Säcken gewohnt und das Leben und die Arbeit war sehr hart. Sie lebten hier und hatten Familien in Europa, was sie oft allerdings nicht davon abhielt, Maorifrauen zu heiraten. In dem Park sind noch sehr viele Löcher und Tunnel aus dieser Zeit vorhanden. Und auch altes Werkzeug und so weiter. Was man hier auch „bewundern“ kann (man sieht halt nur nicht allzuviel), sind die Überreste oder mehr Wurzeln eines extrem alten Kauris. Forscher schätzen das Alter auf zwischen 100.000 und 150.000 Jahre. Das wahrscheinlich älteste, nicht versteinerte Holz, das jemals auf der Erde gefunden wurde. Der Baum wurde durch eine Naturgewalt zerstört, als er etwa 2000 Jahre alt war. Nur keiner weiß, wovon genau.
Danach gin
g die Fahrt weiter. Unser Busfahrer war sehr lustig, erzählte die ganze Zeit Unsinn und sang uns Maorilieder vor. Bevor direkt zum Cape fuhren, machen wir kurz vorher Mittagspause in einer kleinen Bucht. Es gab Sandwiches und Muffins, die im Preis inbegriffen waren. Die Bucht war der Hammer. Will ich euch natürlich nicht vorenthalten...Leider hatten wir für das Cape an sich dann nur eine dreiviertel Stunde Zeit. Man muss vom Parkplatz auch noch mal ca. 10 Minuten laufen, bis man am berühmten Leuchtturm ankommt. Das war sehr schade, denn es gab dort sehr viele kleine Wanderwege, denen wir nur zu gern gefolgt wären. Beim Leuchtturm kann man die Ozeane (Tasmanisches Meer und Pazifischer Ozean) zusammentreffen sehen. Naja, oder auch nicht. Ist ja auch nur jede Menge Wasser. Die Wege sind sehr schön angelegt und man kann sogar einen Baum/Strauch pflanzen wenn man 20 Dollar übrig hat.

Auf unserem Rückweg machten wir noch an einen der vielen Sanddünen zum Sandboarden halt. Ist sehr witzig mit einem Bob da den Sandberg runterzurutschen. Allerdings ist das rauflaufen halt extrem beschwerlich und so wirklich schnell wird man auf dem Sand auch nicht. Naja, wir sind halt verwöhnt vom Schnee :) War lustig, nur hatte man danach halt mal wieder alles voll Sand. Von dort aus sind wir auch direkt zum 90-Mile-Beach gefahren. Heißt, man fährt direkt am Stand auf dem Sand entlang und das so ca. eine dreiviertel Stunde oder sogar etwas länger. Ist schon hammer. Rechts ewig blaues Wasser und links Sanddünen/Gras/Bäume und das alles soweit das Auge reicht.
Tja, das wars auch schon wieder von unserem gestrigen Tag. Heute haben wir uns erstmal ausschlafen gegönnt und morgen geht’s dann in aller Früh weiter bzw. zurück nach Orewa. Und jetzt genießen wir wohl erstmal ein bisschen den Sonnenschein :)
Bye bye
3 Kommentare:
ja genießt den Sonnenschein - hier ist es saukalt mit Schnee vielleicht so 10 cm hoch, die Leute sind fleißig am Schaufeln :)
Tolles Foto, das mit dem Leuchtturm so unendlich weit das Meer
viel Glück und Spaß weiterhin
Danke. Ja Schnee kann ich mir hier gar nicht vorstellen. Und schon gar nicht, dass in 4 Tagen Weihnachten ist... :) Strange
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