Freitag, 26. Februar 2010

mir fällt keine Überschrift ein :)

Der Wwoofing-Platz stellte sich als das Heim einer total süßen israelischen/neuseeländischen Familie heraus. Die Frau (sie kommt ursprünglich aus Israel) hat Judith und mich am letzten Montag in Nelson abgeholt.

Oh, kurzer Zwischenbericht. Während wir auf Noa gewartet haben, sind wir noch bei der Goldschmiede vorbei, die den Ring von Herr der Ringe entworfen hat. Neben eben diesem Ring, ann man dort auch die Ringe von Gandalf und so weiter kaufen. Aber seht selbst...


Okay, zurück zum Thema: Im Auto haben wir auch schon gleich das jüngste Familienmitglied kennen gelernt – den fast 9 Monate alten Sohnemann. 20 km von Nelson entfernt lag dann unser Zuhause für die folgende Woche. Wir hatten sogar unser eigenes kleines Häuschen. Im Hintergrund auf dem Bild sieht man das Haus der Family. Genau hinter unserer kleinen Hütte (mit 2 Betten, einem Sofa und jeder Menge Bücher) war noch ein zweites Häuschen, in dem unser eigenes Badezimmer untergebracht war. Also richtig cool das Ganze. Unser erster Arbeitstag fing auch ganz gut an: mit Essen :) Danach gings dann gleich los mit Unkraut jäten. Haben ein Stück im Garten entwildert und Platz für gewollte Pflanzen gemacht. Am Nachmittag haben wir die zwei Töchter (5 und 9 Jahre) kennen gelernt und dann ging es für ein kurzes Bad an den Strand.

Die folgenden Tage haben wir hauptsächlich mit Unkraut jäten verbracht. Am Mittwoch hat uns Karl am Nachmittag zu einem One-Way-Walk gefahren. Heißt, er hat uns am Startpunkt abgesetzt und uns drei Stunden später am anderen Ende wieder abgeholt. Der Weg ging größtenteils an der Küste entlang und war echt total schön. Abend hat Noa uns mit nach Nelson genommen, da sie sich mit Freunden treffen wollte, und uns Gelegenheit geben wollte, wegzugehen. Wir haben die Zeit dazu genutzt, unsere Billardskills zu optimieren *räusper* Am Samstag war unser letzter Arbeitstag. Da durften wir doch direkt noch was anderes machen, als Unkraut rupfen. Nämlich unseren Aggressionen beim Holz zerkleinern freien Lauf lassen. Das war echt anstrengend, aber am Abend sind wir dafür mit der ganzen Familie in ein cooles Pup in Nelson. In dieser kleinen, ausgedienten Kirche treffen sich hauptsächlich Kiwis und gibt es ständig unterschiedliche Biersorten, die man vorher durchprobieren darf. Echt cool. Am Sonntag war unsere Zeit vorbei. War echt schön dort und wir haben die Woche genossen, trotz dem vielen Unkraut :)

Wieder in Nelson traf ich Maxi wieder. Das haben wir so ausgemacht um den Great Walk im Abel Tasman National Park zu machen. Dafür sind wir am Montag nach Motueka getrampt und haben uns dort auf den Track vorbereitet. In unserem Hostel konnten wir uns Zelt und Campingausrüstung leihen. Am Dienstag ging es los. Mit dem Bus sind wir zum Startpunkt gefahren und um 10 Uhr sind wir gestartet. Entlang der Küste, durch dichten Wald und über Stock und Stein. 20 km und 7 ½ Stunden später erreichten wir den Campingplatz, den wir anstrebten. Viel brauchten wir nicht mehr an diesem Abend: Zelt aufbauen, essen, schlafen. In der Nacht war es dank der Opossums verdammt laut. Keine Ahnung was die Viecher gemacht haben, aber es hat sich die ganze Zeit so angehört, als wenn jemand volle Kanne auf das Zelt zu rennt und kurz vorher eine Vollbremsung hinlegt. Echt aufregend :) Am zweiten Tag ging es dann auch schon wieder früh los, da wir an zwei Stellen vorbei mussten, die man nur bei Ebbe passieren kann. Da heißt es auch mal, Schuhe ausziehen und durch das teilweise immer noch bis zu den Knien reichende Wasser waten. An diesem Tag haben wir 18 km zurückgelegt und somit eine Tour, die viele in 4 Tagen machen, in zwei erledigt :) War aber echt cool und die Landschaft ist echt hammerschön. Gestern sind wir dann mit dem Wassertaxi wieder zum Startpunkt geschippert worden (auf dem Weg haben wir sogar Seehunde gesehen! Süüüß!) und mit dem Bus wieder zurück nach Motueka. Hier sind wir jetzt wieder im Hostel und entspannen erstmal nach den Strapazen :) Meine Füße haben mir das schon etwas übel genommen. Aber da müssen sie jetzt durch.

Tolle Neuigkeiten für alle, die mein Backpacker-Schaf kennen! Er hat seine bessere Hälfte gefunden! :) Sind sie nicht süß??

Sonntag, 14. Februar 2010

southisland

So, da bin ich nun. Am Mittwoch hab ich nach ewigem Laufen mit der Besorgnis, dass ich gerade doch zum falschen Ende der Stadt lauf, die richtige Fähre gefunden. Das Ding war riesig und man konnte sich die 3 ½ Stunden Überfahrt mit einkaufen im Minisupermarkt, essen, in Sesseln chillen, ins Kino gehen, Geld am Spieleautomaten verzocken, in der Kinderecke wieder jung werden oder einfach nur mit schlafen vertreiben. Ich hab letzteres gewählt, da ich noch so müde vom Abend vorher war. Da hab ich mich mit jemanden verquatscht und bin daraufhin erst um 4 ins Bett gekommen.

EXTREM frecher Spatz! Man sieht ihn gerade beim Landeanflug zum Keks-Klau.

Das links ist mein Bein wohlbemerkt. Keine Skrupel haben die...


In Picton angekommen bin ich straight zu meinem Hostel, wo ich mal wieder zwei bekannte Gesichter getroffen habe (wie gesagt, Neuseeland ist ein Dorf). Das Hostel war ganz cool, hatte aber auch den größten Dormroom, in dem ich jemals war: 28 Betten. Zwar ziemlich abgeteilt alles. So, dass es einem eigentlich nicht wirklich aufgefallen ist. Aber trotzdem heftig.

Am nächsten Tag hab ich mich dann gleich nach Nelson aufgemacht. Dort erstmal irgendwie den Typen vom Hostel, der mich von der Bushaltestelle abholen sollten, verpasst. Aber am Ende haben wir uns doch noch gefunden. Das Hostel ist total süß. Der Betreiber ist Käfer (das Auto) Fan und die kommen hier auch überall vor. Als Eierbecher, Salzstreuer, Bilder, usw. Er ist auf jeden Fall selbst weitgereist und hat das Ganze hier in liebevoller Kleinarbeit aufgezogen. Man merkt, dass er weiß, was Backpacker wollen/brauchen.

Hier hab ich mich nach Arbeit umgehört. Sieht aber schlecht aus, da es im Moment einfach viel zu viele Backpacker gibt, zu wenig Jobs und zuviele Einheimische, die den Backpackern die Jobs „wegschnappen“. Hab beim Herumfahren eine Polsterei gesehen und da spaßeshalber mal nachgefragt. Der Chef war allerdings gerade nicht da. Hab mal meine Nummer dagelassen, da ich dachte dass ich hier noch länger weile. Aber jetzt hat sich gerade heute was Neues aufgetan. War mit einer anderen aus dem Hostel am Strand und die fängt morgen auf einer Farm das Arbeiten an. Also halt wwoofen. Ist zwar kein Geld-verdienen, aber zumindest Geld-sparen. Und die können sogar noch einen zweiten Wwoofer gebrauchen, also hab ich mich da mal spontan drangehängt. Habe weder eine Idee, wo das ist, noch was ich da zu tun habe. Aber das wird sich morgen alles klären :)


Hihi :)


Oh, und hier in Nelson war ich übrigens am geographischen Mittelpunkt von Neuseeland. Wahnsinn, fühl mich richtig gut jetzt :)

Dienstag, 9. Februar 2010

Süden ich komme!

Tja, und wieder ist eine gute Woche rum.

Letzte Woche hat es ja dann am Dienstag mit dem Crossing geklappt. War echt schön. Vorbei an aktiven Vulkanen (der letzte brach 2007 aus), dampfender Erde, farbenfrohen Seen, durch Krater und schließlich durch schönsten Urwald. Eine wirklich coole und abwechslungsreiche Strecke. Insgesamt war ich ca. 6 ½ Stunden unterwegs. Teilweise war es auch wirklich anstrengend. Aber dafür wird man mit extrem schöner Natur und super Aussicht belohnt. Leider hatte ich zwar mal wieder ein paar Wolken am Himmel, aber geregnet hat es nicht. Achja, für alle Herr-der-Ringe-Fans: Hier ist das Land Mordor. Auf den sogenannten Mt. Doom aus dem Film (echter Name: Mt. Ngauruhoe) kann man auch raufwandern (Das ist der dunklere Berg im Hintergrund, dessen Gipfel von Wolken verdeckt ist). Allerdings kommt das nach einem sowieso schon wirklich schweißtreibenden Anstieg über unzählige Stufen, und dauert insgesamt 2 Stunden. Deswegen hab ich das mal lieber weggelassen :)

Am Mittwoch hab ich wieder ein bisschen relaxt. War etwas shoppen und bin dann mit zwei Engländern an den Strand. Dort wurden wir von gierigen schwarzen Schwänen belagert. Obwohl wir gar nichts zum essen hatten. Wahrscheinlich sahen wir einfach so wohlgenährt aus :)

Tja. Und am Donnerstag... tatataaa... bin ich doch direkt mal wieder nach Auckland. So zur Abwechslung :) Nein im Ernst, war eigentlich nicht so geplant. Aber zwei mittlerweile sehr gute Freunde aus Mexiko haben an dem Samstag ihren Abschied gefeiert, da sie nach Europa weiterreisen. Und eigentlich dachte ich ja ursprünglich, dass ich weniger Zeit in Taupo verbring und ich dadurch am Tag der Party wohl schon in Wellington bin. Jedenfalls ist ein Engländer aus dem Hostel in Taupo nach Auckland gefahren und hat eine Mitfahrgelegenheit für eine Person angeboten. Sehr billig auch im Gegensatz zum Bus und deswegen hab ich das einfach als Zeichen aufgefasst, dass ich wohl der Party beiwohnen muss :) Mein Zuhause-Hostel war überfüllt, da am Donnerstag Abend AC/DC in Auckland gespielt hat. Die haben soszusagen am anderen Ende der Stadt gespielt und wir konnten nahezu zuhören. Echt krass. Freitagabend war dann sogar noch eine kleine Party („Chileanischer“ Geburtstag). Und am Samstag dann eben die Mexican Party.

Partyvorbereitung. Ich bin jetzt Experte für mexikansischen Dip :) Love it!

Habe vorher noch in Taupo nach einem Flug von Auckland nach Wellington geschaut, da ich ja ansonsten nichts mehr zu tun habe auf der Nordinsel. Habe auch einen sehr billigen gefunden. Der einzige Haken war: Sonntag um 9.00 Uhr in der Früh. Demzufolge musste ich um 7.00 Uhr das Hostel verlassen. Nach einer Stunde Schlaf und einem Ich-fühl-mich-nicht-ganz-so-gut-Gefühl gings dann halt wieder los. Der Flug dauerte nur eine Stunde und eh ich mich versah, stand ich auch schon in Wellington. Um halb zwölf etwa kam ich in meinm Hostel an, das wieder extrem überfüllt war (so überfüllt, dass sie den Fernsehraum als Mehrbettzimmer missbraucht haben) weil an dem Wochenende Rugby angesagt war und das muss eine extrem große Party sein. Tja Mist, die habe ich halt verpasst :) Den restlichen Tag hab ich dann größtenteils mit schlafen und nichtstun verbracht.

Gestern war ich dann im besten Museum Neuseelands. Wird zumindest behauptet und könnte sogar stimmen. Der Eintritt ist frei und es ist wirklich riesig. Jede Menge Information. Soviel, dass ich nach 4 Stunden mit rauchendem Kopf wieder raus bin und wahrscheinlich trotzdem nicht alles gesehen habe. Habe dann später zufällig einen Typen getroffen, den ich schon von her Auckland kannte (Neuseeland ist ein Dorf!!!) und zusammen mit einem Holländer haben wir dann am Abend das Nachtleben der Stadt erkundet.

Ja, soweit so gut. Heute lauf ich noch ein wenig planlos durch Wellington und werd mir vielleicht noch ein paar coole Kunstausstellungen anschauen. Wenn ich sie finde. Ansonsten geht morgen meine Fähre auf die Südinsel. Da freu ich mich schon total drauf, da ich ständig hör, dass die Südinsel noch viel schöner sein soll als die Nordinsel. Fällt schwer zu glauben, deswegen bin ich wirklich gespannt.

Ok, das war wieder genug Gelaber für die nächsten Tage denk ich. :) Macht es gut!

Montag, 1. Februar 2010

biiicycle biiicycle biiicycle! *sing*

Juhu, ich war Mountainbiken! Das wurd echt mal wieder Zeit. Bin das doch gar nicht gewohnt, kein Fahrrad zu fahren. Ja, habe mir heute ein Mountainbike ausgeliehen. Ziemlich günstig für 20 Dollar, bzw. für mich waren´s 15 Dollar, weil der Draht der Vorderradbremse fast durch war und ich das eben beim Abgeben gesagt hab. Wobei ich damit eigentlich kein Rabatt raushauen wollte, sondern eher weil das ja doch gefährlich werden kann.

Entlang des wunderschönen Flusses Waikato (übrigens der längste Fluss Neuseelands, aber fragt mich nicht nach Zahlen) der durch Taupo fließt, gibt es richtig coole Mountainbiketracks. Bin nur froh, dass mir nie jemand entgegengekommen ist. Die Pfade sind teilweise echt eng und daneben gehts halt abwärts. Macht aber richtig Laune.

Blaues, extrem klares Wasser... hach

Naja, aber dementsprechend bin ich jetzt auch ziemlich fertig. Deswegen werde ich heute zeitig ins Bett gehen. Aber nicht nur deswegen, sondern auch weil ich morgen um halb fünf aufstehen muss. Tongariro Alpine Crossing ist angesagt. Das Wetter dafür ist zwar nicht perfekt gemeldet, aber ich hoffe halt auf kein-Regen und vielleicht wenigstens etwas Sonne.

Also ich muss sagen, Taupo ist echt eine absolute Activity-Town. Mann kann richtig viel Geld ausgeben. Aber nach dem Crossing bin ich eigentlich fertig mit meiner To-Do-Liste. Bin jetzt erstmal auf morgen gespannt. Vor allem wie lang ich dafür brauch :)